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Neulingschule ist nun „Sportliche Grundschule“

Über die Auszeichnung "Sportliche Grundschule" freuen sich mit den Kids und den Basketballern (hinten) Sportlehrerin Melanie Kroniger (v. li., weißer Pullover), Schulleiter Björn Wiczorek, Bürgermeisterin und Stadtsportbund-Vorsitzende Gabriela Schäfer, der stellvertretende Sportausschuss-Vorsitzende Hans-Peter Herzog und Bezirksbürgermeister Marc Gräf. Foto: Nils Rimkus

"Ihr habt die Auszeichnung zur Sportlichen Grundschule wahrlich verdient, weil ihr sehr viel Sport treibt, obwohl ihr weder über eine Turnhalle noch über ein Schwimmbad verfügt", sagte Bürgermeisterin und Stadtsportbund-Vorsitzende Gabriela Schäfer beim Festakt in der schnuckeligen Aula der alten und schönen Neulingschule.

Beim kleinen Festakt mit Gesangsaufführung von Schülerinnen und Schülern war es gerammelt voll. Neben Bürgermeisterin Schäfer und Pressevertretern, Schulleiter Björn Wiezoreck und Sportlehrerin Melanie Kroniger waren auch Bezirksbürgermeister Marc Gräf, der stellvertretende Sportausschuss-Vorsitzende Hans-Peter Herzog und in der Tat „hoher“ Besuch anwesend: eine Abordnung der Zweitliga-Basketball-Riesen von den VfL SparkassenStars samt Coach Felix Banobre und Geschäftsführer Jürgen Mühlenbein.

Die Neulingschule wurde als sechste „Sportliche Grundschule“ in Bochum ausgezeichnet. „Denn“, so Stadtsportbund-Projektleiterin Laura Hayen, „die eingesendeten Unterlagen und Nachweise dokumentieren nach unserer Ansicht das herausragende Engagement in der Bewegungsförderung der Schule.“ So seien neben den vielen Bewegungsangeboten für die Kids verschiedene Kriterien besonders hervorzuheben: Etwa die Kooperationen mit den Sportvereinen VfL Astrostars und TC Weitmar 09. Und natürlich die besonderen Umstände der Umsetzung von Bewegungs- und Sportangeboten, da die schuleigenen Sportstätten eher untypisch sind. Gabriela Schäfer: „Da es keine Sport- und Schwimmhalle gibt, nutzt die Neulingschule als zusätzliche Bewegungsorte den Schulhof und das naheliegende Weitmarer Holz. Geschwommen wird in externen Becken. Man weiß sich hier zu helfen!“

Nachdem Plakette und Urkunde überreicht worden waren und die Kinder befriedigende Antworten auf ihre Fragen an die Basketball-Profis erhalten hatten („Herr Banobre, sprechen Sie Deutsch?“ „I speak seven Languages, but German: No.“), hallte durch die Aula großer Kinderjubel: Die vier Basketballprofis Lars Kamp, Mark Gebhardt, Florian Wendeler und Mario Blessing hatten nämlich angekündigt, mit den Kids auf dem Schulhof ein wenig die Bälle fliegen zu lassen.

Interessant ist die Haltung der AstroStars-Verantwortlichen zu den Kooperationen mit Schulen. So deutete Jürgen Mühlenbein darauf hin, dass an einem Konzept zur Intensivierung der Zusammenarbeit gearbeitet werde. Und Coach Felix Banobre sprach über die Unterschiede der Schul- und Bewegungsausbildung zwischen Deutschland und Spanien. So hätten Fußball, Basketball und viele andere Sportarten in Spanien einen sehr großen Stellenwert. „Kooperationen mit Schulen und Vorschulen und Ausbildungsangebote von Sportvereinen haben dementsprechend eine lange Tradition und sind sehr stark ausgeprägt“, so Banobre. „Schon früh beginnt die Talentsichtung. Denn man erkennt bei einem Kinder sehr früh, ob es für Fußball, Basketball, Fechten oder Leichtathletik talentiert ist.“ Diese Kinder würden dann schnell einem sportlichen Schwerpunkt zugeführt, das oft von Sportvereinsangeboten gestützt ist.

Der größte Unterschied in beiden Ländern ist, laut Banobre, dass „in Spanien einfach alle Kids nach der Schule Sport treiben. In Deutschland haben sie nach Schulschluss etwa Geigenunterricht oder treiben Sport – in Spanien wird erst Sport gemacht, dann Geige gespielt." Aber, so räumte der Spanier mit einem Lachen ein, „das hat natürlich auch mit dem Wetter zu tun. In Deutschland braucht es beispielsweise ‚Hallenzeiten‘ – die sind in Spanien kaum nötig.“

HINTERGRUND

Voraussetzung für die Verleihung der Auszeichnung „Sportliche Grundschule“ ist, dass den Schülerinnen und Schülern ganzheitliche Bildungs- und Gesundheitsangebote gemacht sowie sportpädagogische Werte vermittelt werden. Diese fördern die Alltags-Kompetenzen und spielen für die Persönlichkeitsentwicklung in der Schulzeit eine zentrale Rolle.

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