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Emanuel Buchmann der doppelte Giro-Champ

Beeindruckende Oberschenkel in Aktion: Robert Förstemann auf dem Südring in Bochum. Foto: Molatta

Er war der stärkste deutsche Fahrer bei der Tour de France 2019 – und er war es auch beim 22. Bochumer Sparkassen Giro: Emanuel Buchmann. Der 26-jährige Radprofi vom Team Bora-hansgrohe feierte einen Doppelsieg.

Sowohl beim Profirennen als auch beim abschließenden Derny-Cup siegte Buchmann. Die ärgsten Konkurrenten Nils Politt, André Greipel, Roger Kluge und Marcus Burghardt hatten das Nachsehen.

Dabei hatten die Radsportexperten den 26-Jährigen Ravensburger beim Profirennen gar nicht ganz oben auf der Liste. Aber der neben der Rennstrecke eher zurückhaltende und bescheiden auftretende Buchmann zündete auf der Strecke den Turbo. Seinem explosiven Antritt 15 Runden vor dem Ende aus einer elfköpfigen Ausreißergruppe heraus konnte die Konkurrenz nicht folgen. Sieben Runden vor Schluss des 80 Kilometer langen Rennens hatte Buchmann das Feld überrundet und fuhr nach exakt 1:40,00 Stunden umjubelt über die Ziellinie. Dies entspricht einem Stundenmittel von über 48 km/h, im Durchschnitt trat Buchmann mit mehr als 350 Watt in die Pedalen. Neben dem Siegertrikot sicherte er sich durch seinen Parforceritt auch das Sinn-Sprinttrikot. Nils Politt vom Team Katusha Alpecin versuchte zwar, Buchmann noch einmal einzuholen. Aber mit 53 Sekunden Rückstand auf Buchmann blieb für Politt am Ende Rang zwei. Den dritten Platz sicherte sich im Schlussspurt aus einer Verfolgergruppe heraus André Greipel.

Das Lob vom Ausrichter Sven Claußmeyer folgte prompt: „Dass sich Emanuel Buchmann heute auf diesem Kurs so präsentiert hat, ist für mich schon eine Überraschung. Auf dem Kurs, bei dieser Geschwindigkeit alleine das Feld zu überrunden – da hätte ich viel Geld verloren, wenn ich gewettet hätte! Wenn dann noch Nils Politt und André Greipel auf dem Podium stehen, freut mich das als Veranstalter und für Bochum!“

Buchmann auch Derny-König

Der Derny Cup zum Abschluss entschied sich erst auf der Zielgeraden. Nach abwechslungsreichem und intensivem Rennverlauf behielt dabei erneut Emanuel Buchmann die Oberhand. Nur Sekundenbruchteile hinter ihm überquerten Nils Politt und Roger Kluge die Ziellinie.

Förstemann schneller als Weltmeister bei der Track Sprint Challange

Auch die Track-Sprint-Challenge sorgte bei den Zuschauern für Begeisterung. Auf den über 25.000 Euro teuren Hightech-Karbon-Rennmaschinen wurde dann auch die höchste Geschwindigkeit des Tages erreicht. Mit 64,44 Stundenkilometern raste Robert Förstemann über die Ziellinie und verwies damit selbst Weltmeister Roy van den Berg aus den Niederlanden (63,69 Stundenkilometer) auf die Plätze. Förstemann landete am Ende mit seinem Partner René Enders auf Platz zwei hinter den Niederländern van den Berg und Koen van der Wijst. Im Frauen-Rennen blieb das Siegerpodest gleich ganz in niederländischer Hand. Natalie van Gogh siegte vor Nina Buysman, die sich gleichzeitig auch das Sinn-Sprinttrikot sicherte, und Belle de Gast.

Während die einen die Radsportler feierten, feierten die anderen die große Mallorca-Olé-Party auf dem Massenberg-Boulevard. Für die einzige Aufregung während des gesamten Giro-Tages sorgte Willi Herren, der drei Stunden vor seinem Auftritt kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen absagte. „Mit Honk! konnten wir in Zusammenarbeit mit der Olé-Veranstaltungsagentur kurzfristig einen tollen Ersatz organisieren. Das hat prima funktioniert“, sagte Sven Claußmeyer. So hatte auch Yvonne van den Hövel-Meyer, Vorstandsmitglied der Sparkasse Bochum, allen Grund, nach der einmal mehr perfekt organisierten zehnstündigen Veranstaltung zufrieden zu sein. Und das nicht nur, da das gleichnamige Hoch Yvonne für optimale äußere Bedingungen gesorgt hatte: „Ich bin total glücklich und hellauf begeistert von der sportlichen Leistung der Fahrer und der Stimmung rund um die Rennstrecke, die einfach genial ist. Ich habe viele glückliche Gesichter gesehen. Insbesondere auch bei den ganz, ganz Kleinen.“ Und auch dass die Radprofis für die Zuschauer nahbar sind und immer für Autogramme oder Selfies zur Verfügung stehen, erlebte van den Hövel-Meyer unmittelbar: „Ich habe ein Trikot für einen an der Rennstrecke stehenden Fan signieren lassen. Wenn man damit die kleinen Jungs und Mädels glücklich machen kann, dann ist dies ein schönes Ergebnis.“

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