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Sechsmal Gold für den TV Wattenscheid

LA-Jan-Fitschen

Erfolgreichster Verein bei der Hallen-DM in Leipzig

Der TV Wattenscheid 01 war erneut der erfolgreichste Verein der Deutschen Hallenmeisterschaften. In der Leipziger Arena gewannen Sina Schielke (60 m), Kerstin Werner (1500 m), Bastian Swillims (400 m), Jan Fitschen (3000 m), Alexander Kosenkow (200 Meter) und die 4 x 200 m Staffel in der Besetzung Ernst/Blume/Schulte/Kosenkow jeweils die Goldmedaille. Die Silbermedaillen erkämpften sich Ronny Ostwald (60 m), Detlef Bock (Kugel) und Sebastian Ernst (200 m). Marc Blume (60 m) und Konstantin Gens (Dreisprung) traten mit Bronzemedaillen die Heimreise an.

Folgendes Fazit zog der 1.Vorsitzende Jörg Klocke: „Mit sechs Gold-, drei Silber- und zwei Bronzemedaillen sind unsere kühnsten Erwartungen erfüllt worden. Die Leistungen sind eine tolle Bestätigung für die Arbeit unserer Athleten und Trainer. Uns zeichnet einfach eine sehr gute Stimmung in der ganzen Mannschaft aus.“

Sportwart Michael Huke fügt hinzu: „Wir haben tolle Einzel- und Mannschaftsleistungen gesehen. Mit elf Medaillen war das die erfolgreichste Hallen-DM! Die herausragende Leistung lieferte Bastian Swillims ab und für die Überraschung des Wochenendes hat Alexander Kosenkow gesorgt!“

Bei den Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften in der Leipziger Arena hatten Sina Schielke und Jan Fitschen die ersten Titel für den TV Wattenscheid 01 gewonnen. Silbermedaillen gewannen am ersten Tag Ronny Ostwald und Detlef Bock.

Europameister Jan Fitschen sicherte sich im 3000 Meter-Rennen im Spurt in 7:57,30 min den Titel vor dem Tübinger Arne Gabius. „Die Rundenanzeige hat mich ziemlich irritiert. Drei Runden vor Schluss zeigte die Tafel nur zwei Runden an. Ich habe in diesem Rennen eindeutig von meiner Erfahrung profitiert“, zeigte sich Fitschen, der nun seinen sechsten Hallentitel in Folge gewann, sichtlich zufrieden. „Vor dem Rennen war ich total nervös. Ich hatte eigentlich erwartet, dass die anderen mehr zuzusetzten gehabt hätten“, erklärte der amtierende Europameister. Im gleichen Rennen lief Ruben Schwarz auf Platz 10 (8:17,77 min): „Mit dem Rennen bin ich gar nicht zufrieden. Ich wollte in den Bereich meiner Bestzeit von 8:10 Minuten vorstoßen. Hinten heraus lief es ziemlich zäh. Im Sommer will ich wieder richtig angreifen!“

Den zweiten Wattenscheider Titel ersprintete sich Sina Schielke über 60 Meter. In 7,23 sec konnte sie Vorjahressiegerin Verena Sailer bezwingen. „Ich bin wieder da und unglaublich glücklich. Letzte Woche lag ich noch mit 39°C Fieber im Bett. Dadurch hatte ich Trainingspause, aber manchmal ist das gar nicht so schlecht. Bei dem EM möchte ich mich weiter verbessern“, strahlte Sina Schielke in die Mikrofone der zahlreichen Reporter.
Mit dem vierten Platz über 60m war Katja Wakan (7,37 sec) gar nicht zufrieden: „Ich bin total enttäuscht. Es war kein guter Lauf.“

„Ich hätte nicht geglaubt, dass man mit 6,62 sec nur Zweiter wird“, resümierte ein sichtlich erstaunter Ronny Ostwald. Hinter Sieger Christian Blum (6,59 sec) sicherte sich Ostwald die Deutsche Vizemeisterschaft über die 60 Meter Sprintstrecke. „Ich bin nach Leipzig gekommen, um zu gewinnen. Was Christian Blum hier geleistet hat, ist schon ein starkes Stück. Am meisten freue ich mich, dass ich endlich die EM-Norm knacken konnte.“
Sein letztes DM-Hallenfinale bestritt Marc Blume. „Mit der Bronzemedaille habe ich das Maximum für mich herausgeholt. Mehr war nicht möglich“, war auch Blume mit seinen 6,72 sec. nicht unzufrieden.

Eine weitere Silbermedaille für die Blau-Weißen gewann Detlef Bock mit 19,10 Meter im Kugelstoßen. Mit 19,70 m war der Leipziger Peter Sack nicht zu schlagen. Bock hatte sich bereits im Vorfeld der DM für die Hallen-Europameisterschaften qualifiziert. Auf Platz sechs landete Philipp Barth mit 17,51 m. Kurz nach dem Gewinn der Silbermedaille bei den Deutschen Hallenmeisterschaften sagte Detlef Bock die Teilnahme bei den Hallen-Europameisterschaften in Birmingham (England) ab. Ich freue mich über den Gewinn der Silbermedaille. Die Weiten aber, die ich heute und in den letzten Wettkämpfen erreicht habe, sind nicht mein Anspruch. Ich habe zurzeit nur etwa 85 % meines Leistungsvermögens zur Verfügung. Ich werde noch am kommenden Wochenende in Chemnitz und Sondershausen starten und dann erst einmal zwei Wochen Pause machen“, verkündete Bock in Leipzig.

Für die Goldmedaillen drei und vier sorgten Bastian Swillims und Kerstin Werner. Bastian Swillims siegte über die 400 Meter Distanz in der sensationellen Zeit von 45,99 Sekunden und setzte sich damit an Platz 5 der ewigen deutschen Bestenliste. „Mit einer 45 vor dem Komma kann man nur zufrieden sein! Bei der Hallen-EM möchte ich im Einzel und mit der Staffel an den Start gehen. Ich stehe jetzt an Platz 2 der europäischen Bestenliste. Natürlich möchte ich ins Finale. Und wenn ich erst im Finale bin, ist alles offen“, schaute der frisch gekürte 400 Meter Meister optimistisch zu den kontinentalen Titelkämpfen nach Birmingham.
Thomas Goller belegte im Finale Platz 6 in 47,98 sec.

Grandios auch der Auftritt der Sprinter: Neben dem Doppelsieg über 200 Meter von Alexander Kosenkow und Sebastian Ernst war auch die 4 x 200 Meter Staffel der Männer nicht zu schlagen. Sebastian Ernst siegte im ersten Zeitendlauf in 20,97 Sekunden. „Die Zeit ist okay. Allerdings hatte ich schon nach dem Lauf das Gefühl, dass das wohl nicht reichen wird“, wurde Ernst kurz darauf von seinem Gefühl bestätigt. Alexander Kosenkow entschied den zweiten Zeitendlauf in der neuen deutschen Jahresbestzeit von 20,94 Sekunden für sich und sicherte sich damit auch die Goldmedaille vor Ernst. „Mit dem Sieg habe ich nicht gerechnet, obwohl ich schon beim Aufwärmen merkte, dass da wohl etwas gehen könnte“, freute sich Kosenkow. „Mit einer Medaille hatte ich schon gerechnet und nachdem ich den Lauf von Sebastian gesehen hatte, war ich zusätzlich motiviert.“

Unangefochten konnte die Wattenscheider 4 x 200 Meter Staffel der Männer die Goldmedaille nach Hause laufen. „Das war eine starke Vorstellung, leider ohne wirkliche Konkurrenz, die uns hätte fordern können. Heute haben wir nur auf Sicherheit gewechselt und wollten nicht unseren eigenen Deutschen Rekord aus dem Vorjahr angreifen!“, freute sich Trainer Ronald Stein über die Vormachtstellung der Sprinthochburg.

Im 200 Meter Rennen der Frauen belegte Katja Wakan den 6. Platz. „Das war bis jetzt meine beste Hallensaison, auch wenn ich mit dem 60 Meter Rennen gestern nicht zufrieden war. Ich bin heute zwei Mal Hallenbestzeit über die Runde gelaufen“, zog Wakan für sich selbst ein positives Fazit der Titelkämpfe.

Niedergeschlagen verließ dagegen Janina Goldfuß nach dem 800 Meter Finale die Halle. In einem taktisch geprägten Rennen lief sie auf Platz 5 in 2:10,30 min. Knapp hinter ihr lief die Jugendliche Mawoin Beauvogui auf einen starken sechsten Platz (2:11,62 min).

Nach viertägiger Trainingspause sicherte sich Kerstin Werner (4:25,24 min) den Titel über 1500 Meter im Spurt vor Sabrina Mockenhaupt. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Titelgewinn. Bis zur letzten Runde war es ein eher gemütliches Rennen. Ich habe schon auf mein Spurt vertraut“, erzählte Kerstin Werner. „Nach der Fußverletzung aus der letzten Woche und der Trainingspause hatte ich richtige Puddingbeine. Unser Vereinsarzt Andreas Falarzik hat ganze Arbeit geleistet“, schickte Werner einen Dank an die medizinische Abteilung.

Eine weitere Bronzemedaille für den TV 01 gewann Dreispringer Konstantin Gens mit 16,20 m. „Ich habe den 2. Platz leider im letzten Durchgang verloren. Die Bronzemedaille war schon das Minimum, aber mit der Weite bin ich schon zufrieden“, erklärte Gens halb freudig und halb enttäuscht.

„Natürlich ist es schade, dass es nicht für eine Medaille gereicht hat“, resümierte Christoph Lohse, der über 1500 Meter den undankbaren 4. Platz in 3:50,09 min belegte. „Ich bin aber nicht unzufrieden. Es läuft zurzeit richtig gut und ich kann vorne mitlaufen“, blickt Lohse zuversichtlich in die Sommersaison.

Im Anschluss an die Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig hat der Bundesausschuss Leistungssport (BAL) des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) das deutsche Aufgebot für die diesjährigen Hallen - Europameisterschaften nominiert, die vom 2. bis 4. März im englischen Birmingham ausgetragen werden. Das HEM-Team des DLV umfasst derzeit 15 Frauen und 15 Männer. Vom TV 01 wurde die frisch-gebackene deutsche Meisterin Sina Schielke für den 60 Meter Sprint nominiert, Ronny Ostwald ebenfalls für den 60 Meter Sprint. Bastian Swillims wurde für die 400 Meter und die 4 x 400 Meter Staffel nominiert.

Weitere Infos: www.tv-wattenscheid-01.de

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