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Rekordteilnahme an Kletter-Aktion in der Jahrhunderthalle

Hoch hinaus Team Jahrhunderthalle 2021

Ein großes Team an Übungsleiterinnen und Übungsleitern sorgte einmal mehr für einen sicheren Verlauf der Veranstaltung in der Jahrhunderthalle. Foto: SSB

Fast 800 Kids tobten coronakonform in Kleingruppen und mit viel Abstand durch die riesige „Spielelandschaft“.

Bochum, 22. November 2021

Toben, spielen, klettern! Fast 800 Kids waren in festgelegten Zeitfenstern an drei Tagen vom 16. bis zum 18. November zu Gast des Stadtsportbundes Bochum e.V. (SSB) in der Jahrhunderthalle. Diese war – nachdem das Event 2020 kurzfristig Corona-bedingt abgesagt werden musste – vom SSB-Team wieder in eine große Spiellandschaft umgebaut worden. Im Zentrum stand der mobile Hochseilgarten als Kern des SSB-Inklusionsprojekts „Hoch hinaus“, in dessen Rahmen die Kletter-Action im Industriedenkmal seit 2015 bereits zum sechsten Mal stattfinden konnte.

„Wir haben uns sehr für die Kinder gefreut, dass der mobile Hochseilgarten in diesen komplizierten Zeiten aufgebaut werden konnte“, sagte SSB-Vorsitzende Gabriela Schäfer. „Unser Dank geht auch an das Team der Jahrhunderthalle!“ Normalerweise findet das SSB-Event im Kielwasser der Urbanatix-Veranstaltungen statt. Nach der Absage von Urbanatix drohte auch das Aus für „Hoch hinaus“. Doch dank des guten Willens aller Beteiligten konnte eine Möglichkeit gefunden werden, die Kletterpartien in der Industriekulisse steigen zu lassen.

Zwölf Schulen, sechs Förderschulen und die Behinderteneinrichtung Werkstatt Constantin Bewatt folgten der Einladung des SSB. Dabei wurde mit fast 800 teilnehmenden Kids eine Rekordmarke erreicht. Gewohnt positiv war die Resonanz. „Wir bedanken uns sehr herzlich für das tolle Kletter- und Spielangebot sowie die tolle Durchführung der Kletteraktion in der Jahrhunderthalle! Die Kinder hatten sehr viel Spaß! Toll, dass es gerade zur jetzigen Zeit noch stattfinden konnte. DANKE!“, schrieb etwa Lehrerin Verena Neis von der Märkischen Schule in Wattenscheid. Claudia Lippacher und Antje Mallmann von der Mansfeld-Schule, eine Förderschule mit den Schwerpunkten emotionale und soziale Entwicklung, schrieben: „Es war alles prima organisiert, wie immer toll, und wir haben uns trotz Coronas wohl gefühlt. Die Kids waren begeistert.“

22 Jungen, Mädchen und Betreuer aus der Willy-Brandt-Gesamtschule und der Nelson-Mandela-Schule absolvierten überdies den „Kletterführerschein“, wie der Grundkurs „Sicherungstechniken im Sportklettern“ kurz genannt wird. Der Kletterführerschein berechtigt dazu, in den Hallen anderer Anbieter auf vergleichbaren Anlagen zu klettern.

Als Helfer im SSB-Team mit dabei war wieder Eray Azgun. Der junge Mann mit Handicap ist ein großer Fan des mobilen Hochseilgartens. Er hatte 2017 zum ersten Mal sein „Team“-T-Shirt übergestreift, seitdem hilft der 27-Jährige, der bei den Constantin-Werkstätten arbeitet, dem Projektteam immer, wenn ein Hochseilgarten-Event ansteht. Dafür opfert er sogar seine Freizeit. „Mit ‚Hoch hinaus‘ wollten wir erreichen, dass sich Menschen mit und ohne Handicap begegnen und voneinander lernen“, sagt SSB-Geschäftsstellenleiter Rüdiger Stenzel. „Eray ist das beste Beispiel dafür, dass es funktioniert.“

INFO

Herzstück des inklusiven Projekts „Hoch hinaus“ ist der mobile, 5x15 Meter große, 4,50 Meter hohe und mit zwei Bungee-Trampolinen kombinierte Hochseilgarten, auf dem die Kinder in 2,50 m Höhe klettern. Den mobilen Klettergarten stellten die Stadtwerke Bochum 2015 als „Zukunftsprojekt“ zur Verfügung. Der Ausschuss für Sport- und Freizeit einhergehend mit dem Referat für Sport- und Bewegung sowie der Jugendhilfeausschuss zusammen mit dem Jugendamt der Stadt Bochum statteten „Hoch hinaus“ mit einer Fördersumme aus.

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