Nicht der erhoffte Sieg – aber ein starkes Zeichen des Zusammenhalts
Mit großen Ambitionen reiste der BGSC Bochum zum 4. Spieltag der NBV-Kreisliga 8 nach Witten-Herbede. Die Ausgangslage war klar: Wollte man die Chancen auf den Staffelsieg realistisch wahren, musste die 1. Mannschaft den Rückstand auf Tabellenführer MGC RW Wanne-Eickel I verkürzen – idealerweise mit einem Tagessieg. Die Voraussetzungen waren jedoch alles andere als optimal. Aufgrund personeller Engpässe musste die ursprünglich geplante Mannschaftsaufstellung kurzfristig geändert werden. Erschwerend kam hinzu, dass die Spielerinnen der Damenmannschaft aufgrund der Festspielregelung nicht in der zweiten Mannschaft eingesetzt werden konnten. Dadurch waren die Möglichkeiten bei der Aufstellung deutlich eingeschränkt. Ein besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang Markus Keller, der die kurzfristigen Änderungen im Sinne des Vereins und des sportlichen Miteinanders mitgetragen hat. Solche Entscheidungen sind nicht selbstverständlich und zeigen den starken Zusammenhalt innerhalb des BGSC Bochum. Umso erfreulicher ist, dass Markus seine Rolle auch sportlich hervorragend ausgefüllt hat. Mit starken 102 Schlägen erzielte er das beste Ergebnis der zweiten Mannschaft und gehörte zu den konstantesten Bochumer Spielern des gesamten Spieltags. Hinzu kam, dass Bernd Beutler im Vorfeld lediglich rund vier Stunden Trainingszeit auf der Anlage absolvieren konnte. Umso bemerkenswerter ist seine Leistung von 100 Schlägen, mit der er zu den stärksten Bochumer Spielern des Tages gehörte. Sportlich wurde das angestrebte Ziel jedoch verfehlt. Mit 409 Schlägen belegte der BGSC Bochum I zwar einen ordentlichen zweiten Platz, musste den Tagessieg aber dem MGC RW Wanne-Eickel I überlassen, der mit 391 Schlägen die Konkurrenz hinter sich ließ. Bereits in der ersten Runde geriet Bochum ins Hintertreffen und konnte den Rückstand trotz einer Leistungssteigerung in den folgenden Durchgängen nicht mehr entscheidend verkürzen. Trotz der verpassten Tageswertung zeigte die erste Mannschaft durchaus ihr Potenzial. Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Sascha Arendt, der mit hervorragenden 97 Schlägen nicht nur das beste Ergebnis des BGSC Bochum erzielte, sondern als einziger Bochumer Mannschaftsspieler unter der 100-Schlag-Marke blieb. In einer Phase, in der jeder Schlag von Bedeutung war, übernahm er Verantwortung und setzte mit seiner konstant starken Leistung ein echtes Ausrufezeichen. Ebenfalls überzeugen konnten Bernd Beutler mit starken 100 Schlägen sowie Alfred Nowak mit 104 Schlägen. Insgesamt fehlte der Mannschaft jedoch die notwendige Konstanz, um den Spitzenreiter ernsthaft unter Druck setzen zu können. Auch die zweite Mannschaft des BGSC Bochum hatte einen schweren Stand. Nach einer verhaltenen Auftaktrunde steigerte sich das Team deutlich und erzielte mit 141 und 138 Schlägen zwei starke Folgerunden. Am Ende stand mit 430 Schlägen der vierte Platz zu Buche. Besonders erfreulich entwickelten sich dabei die Leistungen von Markus Keller und Sven Lauterwald, die mit 102 beziehungsweise 104 Schlägen die besten Ergebnisse der Mannschaft erzielten. Ein besonderes Lob verdient sich dabei Sven Lauterwald. Mit einer weiteren starken Leistung bestätigte er seine konstant gute Form über die gesamte Saison hinweg und gehört mittlerweile zu den Leistungsträgern der zweiten Mannschaft. Die Frage sei daher erlaubt: Wächst hier möglicherweise ein zukünftiger Stammspieler für die erste Mannschaft heran? Seine bisherigen Saisonleistungen sprechen jedenfalls eine deutliche Sprache. Auch die Damenmannschaft des BGSC Bochum wusste in Witten-Herbede zu überzeugen. Mit insgesamt 367 Schlägen zeigte das Team eine geschlossene Mannschaftsleistung. Maßgeblichen Anteil daran hatte Angelina Arendt, die mit starken 110 Schlägen nicht nur das beste Ergebnis der Mannschaft erzielte, sondern auch den dritten Platz in der Einzelwertung belegte. Martina Kling steigerte sich im Turnierverlauf und kam auf 120 Schläge, während Gabriela Säwert mit 137 Schlägen ebenfalls wichtige Schläge zum Mannschaftsergebnis beisteuerte. Die Leistungen der Damen unterstreichen die positive Entwicklung des Teams und zeigen zugleich, warum ihr Fehlen in der zweiten Mannschaft aufgrund der Festspielregelung nicht vollständig kompensiert werden konnte. Erwähnenswert ist außerdem die Unterstützung unserer Vereinsmitglieder am Spielfeldrand. Björn, unser neuestes Vereinsmitglied, ließ es sich nicht nehmen, den Spieltag vor Ort zu verfolgen und die Bochumer Mannschaften zu unterstützen. Manche munkeln sogar, er habe bereits erste geheime Informationen über die Konkurrenz gesammelt. Ob als Fan, Unterstützer oder vereinsinterner „Spion“ – sein Engagement blieb jedenfalls nicht unbemerkt. Ebenso schön war die Unterstützung von Anna-Lena und Thomas. Frisch aus dem Urlaub zurückgekehrt, machten sie sich direkt auf den Weg zur Anlage, um die Bochumer Teams anzufeuern und zu unterstützen. Dieses Engagement zeigt einmal mehr, dass der BGSC Bochum nicht nur sportlich, sondern auch menschlich eine starke Gemeinschaft ist. Gerade an langen Turniertagen sind solche Gesten alles andere als selbstverständlich und werden von den Spielerinnen und Spielern sehr geschätzt. Ein besonderer Dank gilt außerdem Michael Löhr, der während der gesamten Staffel mit großem Engagement die Turnierleitung vor Ort unterstützt und die digitale Ergebniserfassung übernimmt. Oft geschieht diese Arbeit im Hintergrund und wird als selbstverständlich wahrgenommen, dabei ist sie ein unverzichtbarer Bestandteil eines reibungslosen Spielbetriebs. Entsprechend fällt das Fazit aus Bochumer Sicht selbstkritisch aus. Der zweite Platz der ersten Mannschaft ist ein respektables Ergebnis, bleibt jedoch hinter den eigenen Erwartungen zurück. Der Spieltag sollte genutzt werden, um den Kampf um den Staffelsieg wieder offen und realistisch zu gestalten. Dieses Ziel wurde nicht erreicht. Gleichzeitig haben alle Bochumer Teams Charakter gezeigt, schwierige Rahmenbedingungen angenommen und bis zum Ende um jeden Schlag gekämpft. Trotz aller sportlichen Herausforderungen hat der Spieltag in Witten-Herbede einmal mehr gezeigt, was den BGSC Bochum auszeichnet: Zusammenhalt, Einsatzbereitschaft und Teamgeist. Ob auf der Anlage, am Schreibtisch der Turnierleitung oder als Unterstützung neben der Bahnen – jeder Einzelne trägt seinen Teil zum Vereinsleben bei. Mit diesem Rückhalt blickt der BGSC Bochum nun voller Motivation auf den letzten Spieltag der Saison und wird alles daransetzen, die Saison mit einer starken Mannschaftsleistung abzuschließen.