Coacht jetzt die Profis des VfL Bochum und stand beim letzten Länderspiel der DDR in der Startelf: Uwe Rösler. Foto: Bochum Marketing / Andreas Molatta
Da gibt es Gemeinsamkeiten, wissen VfL-Cheftrainer Uwe Rösler und Spielerlegende Dariusz Wosz. Beide standen damals nämlich in der DDR-Startelf. Am Mittwoch, den 15. April 2026, wird das Duo um 18 Uhr im Stadtarchiv diesen außergewöhnlichen Tag noch einmal Revue passieren lassen.
Der 12. September 1990 ging in die deutschen Fußballgeschichtsbücher ein. An diesem Tag bestritt die Nationalmannschaft der DDR ihr letztes Länderspiel der Historie. Gegner in Brüssel war Belgien. Rückblickend betrachtet hat auch der VfL Bochum einige Verbindungen zu diesem besonderen Ereignis. Eduard Geyer saß auf der Trainerbank, als zum letzten Mal bei einem internationalen Vergleich die Nationalhymne der Deutschen Demokratischen Republik aus den Stadionlautsprechern schallte. Nach einigen Absagen bekam er einen Kader aus 14 Spielern zusammen. Zu dem Zeitpunkt noch überhaupt nicht absehbar. Mit Jörg Schwanke, Heiko Bonan, Dariusz Wosz und Uwe Rösler standen gleich vier Leute in der ersten Elf, die später einmal für den VfL auflaufen oder an der Seitenlinie stehen würden. Nicht zu vergessen Torsten Kracht, der in der 85. Minute eingewechselt wurde und ebenfalls Jahre später seine fußballerische Heimat in Bochum fand.
„Mir war damals schon klar, dass es sich um einen historischen Moment handeln würde. Davon Teil gewesen zu sein, ist etwas Besonderes und kann einem keiner mehr nehmen. Und dann haben wir auch noch 2:0 gewonnen“, sagte Rösler in einem Interview mit dem BOMA-Stadtmagazin zu seinem letzten Länderspiel für die DDR. Und zu der Vielzahl an späteren Bochumern: „Ich hatte auch auf dem Schirm, dass hier beim VfL nach der Wende viele ‚Ossis‘ gespielt haben. Und das auch durchaus erfolgreich. Dariusz ist natürlich zu einem absoluten Aushängeschild des Vereins geworden. Er ist hier eine Legende. Es ist schön, dass ich ihn nun wieder häufiger sehe, wir haben uns schon immer gut verstanden.“
Zu einem erneuten Wiedersehen der beiden kommt es auch am Mittwoch, 15. April, um 18 Uhr im Rahmen von „Dein Fußball-Wochenende in Bochum“ im Kino des „Stadtarchiv Bochum – Zentrum für Stadtgeschichte“ an der Wittener Straße 47, das 60 gemütliche Sitzplätze bietet. Nach einer kurzen Zusammenfassung des Spiels auf der Videoleinwand erzählen Rösler und Wosz über den historischen Tag, ihre Profikarrieren und ihre Zeit beim VfL. Gegen 19:15 Uhr wird eine Original-Dönninghaus-Currywurst vom Bratwursthaus mit Brötchen und Fiege-Pils gereicht. Wer keinen Alkohol trinken will, kann statt des Pils auch auf ein alkoholfreies Radler oder Wasser zurückgreifen. Als vegane Alternative zur Currywurst werden Brezeln angeboten. Im Café des Stadtarchivs besteht auch noch die Möglichkeit für Fotos und Autogramme mit den beiden Sympathieträgern.
Tickets für „Was der VfL mit dem letzten DDR-Länderspiel zu tun hat“ am 15. April um 18 Uhr, inklusive Kinovorführung, Talkrunde, Snack und Getränk, sind zum Preis von 17 Euro online unter www.bochum-tourismus.de/fussball-wochenende erhältlich. Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt.
„Dein Fußball-Wochenende in Bochum“ wurde von Bochum Marketing in Kooperation mit dem VfL Bochum 1848 Anfang 2024 ins Leben gerufen. Das Angebot verbindet Heimspiele im Vonovia Ruhrstadion mit kulturellen und kulinarischen Erlebnissen in der Stadt, bietet spezielle Veranstaltungen, die exklusive Einblicke und spannende Zusammenkünfte mit VfL-Legenden bieten. Jede*r, ob Heim- oder Gästefans, junge Erwachsene oder im Rentenalter, Familien oder Groundhopper, kann sich im Internet außerdem darüber informieren, welche kulturellen Events rund um die Heimspiele des VfL Bochum stattfinden. Die Übersicht ist zu finden unter: https://www.bochum-tourismus.de/fussball-wochenende.