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Leonie Ebert wieder auf dem Treppchen

Bei der Siegerehrung mit SSB-Chefin Gabriela Schäfer (2. v. re.): Leonie Ebert (3. v. re.). Das Fechttalent schaut zwar nicht glücklich, kann aber zufrieden sein. Foto: Foto-Cop/www.foto-cop.de

Der 32. Florett-Weltcup der Juniorinnen sah einen Teilnahmerekord, tollen Fechtsport, viele gute deutsche Talente und eine hervorragende Ausrichtung – der Weltcup fand erstmals in der Jahrhunderthalle statt.

Als „rundum gelungen“ bezeichnete Daniel Pietscher, der 1. Vorsitzende der Fecht- und Sportgemeinschaft Ruhr Wattenscheid e.V. (FSGRW), das traditionsreiche Bochumer Fecht-Event. Sein Verein richtete auch die 32. Auflage des Florett-Weltcups aus, aber diesmal gab es eine Neuerung: Das Spektakel fand in der Jahrhunderthalle statt.

Pietscher dankte seinem 8-köpfigen Kernteam vom FSGRW, „das schon im Vorfeld wirklich eine Top-Arbeit geleistet hat“ und auch im Wesentlichen den Weltcup stemmte. Auch den 50 weiteren Vereinsmitgliedern, die an vielen Stellen kräftig mithalfen, gehörte sein Dank. Pietscher: „Wir sind ein kleiner Verein, und was da geleistet wird, ist wirklich super.“ Da war es wie eine Belohnung, als die Zusage kam, dass diesmal die Jahrhunderthalle der Weltcup-Austragungsort sein würde. Möglich wurde es, weil zu den regelmäßigen Förderern Sparkasse Bochum, Stadt Bochum und RVR erstmalig (und hoffentlich nicht einmalig) noch das Land NRW stieß.

Nicht nur die Sportlerinnen waren von Architektur begeistert

Normalerweise wird der Weltcup, der die zukünftigen Stars der Fechtszene zusammenführt, in den Sporthallen der Erich-Kästner-Schule ausgetragen. „Deshalb war schon der RuhrCongress vor zwei Jahren eine tolle Location. Aber die Jahrhunderthalle ist natürlich nochmal eine Steigerung“, so Pietscher. „Für die Fechterinnen war es großartig, in so einer Architektur ihre Kämpfe auszutragen! Zumal wir Unterstützung durch die Veranstaltungstechniker der Jahrhunderthalle erhielten – und das sind wirklich Profis. Entsprechend groß war die Begeisterung.“ Auch die Zuschauer, von denen – auch wenn es insgesamt über 500 gewesen sind – gern mehr hätten kommen können, waren beeindruckt, ebenso die Offiziellen. Wohl nicht ohne Grund hat der FSGRW schon jetzt die offizielle Zusage für die Austragung des 33. Weltcups erhalten: Er wird am 2./3. Februar 2019 in Bochum stattfinden. Ob wieder in der Jahrhunderthalle, steht in den Sternen. „Das wäre großartig, denn dort haben wir den richtigen Rahmen für ein Turnier dieser Bedeutung.“

160 Fechterinnen aus 23 Nationen

In diesem Jahr verzeichnete Ausrichter FSGRW einen Teilnahmerekord, was den besonderen Stellenwert des Weltcups herausstreicht: 160 Fechterinnen aus 23 Nationen waren am Samstag (28.10.) beim Einzelturnier vertreten – mitsamt dem Tross tummelten sich mehr als 400 Aktive in der Halle. Auch das Teamturnier am Sonntag (29.10.) konnte sich mit 15 Mannschaften sehen lassen.

Zwar landete die deutsche Mannschaft am Sonntag nur auf Rang acht – „aber hier wäre mehr für uns drin gewesen“, so Pietscher. Einem Sieg über Kasachstan folgte eine 36:45-Niederlage gegen Ungarn. Den Sieg holte sich Frankreich dank eines knappen Erfolgs über Japan. Italien beendete das Turnier auf Platz drei.

Zwei Deutsche unter Top Ten – sechs Deutsche im 64er-Hauptfeld

Resultate, die aufhorchen ließen, gelangen den deutschen Fechterinnen im Einzelturnier. Vorjahressiegerin Leonie Ebert etwa focht sich locker durch die Vorrunden. Im Viertelfinale bezwang sie die Japanerin Chihiro Mori mit 15:8 und unterlag erst im Halbfinale der späteren Gesamtsiegerin Monica Favaretto aus Italien mit 7:15. Die Tauberbischofsheimerin beendete das Turnier auf Rang drei. Auch die Leistung der 18-jährigen Sophie Werner ließ aufhorchen. Die Berlinerin unterlag erst im Viertelfinale mit 3:15 der Französin Eva Lacherey. Das Finale am Samstagabend bestritten die beiden Bezwinger der DFB-Juniorinnen, Favaretto und Lacherey. Hier konnte sich die Italienerin mit 15:11 durchsetzen – Monica Favaretto war überglücklich über ihren ersten Sieg in Bochum.

Abgesehen von Leonie Ebert und Sophie Werner, die beide zu den Top Ten der Fechterinnen des Turniers gehörten, konnten sich vier weitere deutsche Florett-Talente für das Hauptfeld qualifizieren: Karoline Schmitz (Bonn), Anne Kirsch (Weinheim), Anne Sophie Schneegans (Pinneberg) und Aliya Dhuique-Hein (Tauberbischofsheim). Somit standen sechs junge deutsche Fechterinnen im 64er-Hauptfeld – eine sehr gute Bilanz für den Deutschen Fechter-Bund.

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