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In wie vielen Sportarten muss ich eine Prüfung absolvieren?
Das Sportabzeichen ist in fünf Gruppen eingeteilt. In jeder Gruppe muss eine Prüfung abgelegt werden. Vor allem in Gruppe 4 und 5 gibt es eine Menge Alternativen. Gruppe 1 ist Schwimmen, Gruppe 2 Leichtathletik oder Turnen, Gruppe 3 kurze Lauf-Strecken bis zu 1.000 Meter oder Inline-Skaten, Gruppe 4 Leichtathletik, Schwimmen, Turnen, Kanu, Rudern, Eislaufen oder Gewichtheben. Die Gruppe 5 umfasst längere Läufe, Inline-Skaten, Wandern, Walking, Radfahren, Ski-Langlauf, Schwimmen, Kegeln/Bowling, Eislaufen, Rudern oder Kanu.
Wie viele Fehlversuche darf ich mir erlauben?
Grundsätzlich können Sie ein ganzes Kalender-Jahr probieren, die Bedingungen in den einzelnen Gruppen zu erfüllen. Es gibt keine Maximal-Zahl von Versuchen. An einem Prüfungstag darf jede der fünf Prüfungen nur einmal absolviert werden. Beispielsweise haben Sie beim Weitsprung drei Versuche, um die erforderliche Weite zu schaffen. Schaffen Sie dies in den drei möglichen Versuchen nicht, so kann der Weitsprung an diesem Prüfungstag nicht mehr wiederholt und muss an einem anderen Tag noch einmal versucht werden.
Welche Sportarten kann ich alternativ auswählen?
Zu den Standard-Sportarten sind Geräteturnen, Schwimmen und die Leichtathletik zu zählen. Da sich die Vorlieben für Sportarten im Laufe der Zeit verändern, geht das Sportabzeichen mit der Zeit. Neben diesen drei Sportarten können Sie mittlerweile Prüfungen im Rudern, Kanu-Fahren, Radfahren, Kegeln/Bowling Skilanglauf, Eislaufen, Gewichtheben und Wandern sowie das Inline-Skaten seit 2001 und das Walking seit 2003 ablegen.
Welche Sportabzeichen gibt es überhaupt?
Lange Zeit gab es nur die Grundvariante des Sportabzeichens, das ab der Volljährigkeit mit 18 Jahren abgelegt werden konnte. Diese höchste sportliche Auszeichnung außerhalb des Wettkampfsportes gibt es in drei Varianten: beim ersten Mal in Bronze, bei drei erfolgreichen Prüfungen in Silber und bei fünf in Gold. Darüber hinaus gibt es weitere Ausführungen der Sportabzeichen-Abzeichen (z.B. für die Bundeswehr oder Kleinstabzeichen). Um Jugendliche und Schüler zu begeistern, wurden das Sportabzeichen Jugend geschaffen; der Altersbereich geht von 8-17 Jahre.
Gibt es gesundheitliche Risiken beim Sportabzeichen?
Spezielle gesundheitliche Risiken für das Sportabzeichen sind nicht bekannt. Im Gegenteil: Durch die Vorbereitung tun Sie eine Menge für Ihre Gesundheit. Allerdings sollten Sie einige Regeln beachten: Grundsätzlich ist eine sportmedizinische Untersuchung beim Arzt immer von Vorteil. Eine Wiederholung wird alle fünf Jahre empfohlen. Wenn Sie aber über 40 Jahre alt sind und sich das erste Mal auf das Sportabzeichen vorbereiten, sollten Sie sich auf jeden Fall einer solchen Untersuchung unterziehen und sie nun alle drei Jahre wiederholen. Ebenfalls sollten Sie den Arzt aufsuchen, wenn Sie Probleme im Training bekommen oder wenn Sie nach der letzten Prüfung krank waren.
Muss ich Mitglied in einem Sportverein sein?
Nein. Sie müssen nicht Mitglied in einem Sportverein sein, um an dem Sportabzeichenwettbewerb teilzunehmen. Die Sportabzeichentreffs in Bochum stehen allen Interessierten zur Verfügung.
Gibt es altersangemessene Prüfungsbedingungen?
Die Bedingungen für das Deutsche Sportabzeichen sind selbstverständlich an das Alter angepasst. Ein 55-Jähriger muss nicht die gleiche Bedingungen erfüllen wie ein 20-Jähriger. Zwei Beispiele: Ein 20-Jähriger muss beim Radfahren die 20 km in 45 Minuten absolvieren. Einem 60-Jährigen wird dafür eine Stunde Zeit gelassen. Beim 45-Jährigen ist die Kugel beim Kugelstoßen 7,25 kg schwer, beim 65-Jährigen nur noch 5 kg.
Was kostet das Sportabzeichen?
Die Teilnahme an den Sportabzeichentreffs ist grundsätzlich kostenfrei. Kosten, die für eine Verleihung erhoben werden, sind Bearbeitungsgebühren oder ergeben sich durch die Bestellung eines besonderen Abzeichens. Bitte entnehmen Sie die einzelnen Kosten aus der Gebührentabelle.
Wer hat das deutsche Sportabzeichen erfunden?
In Deutschland hat der Sportfunktionär Carl Diem das Sportabzeichen initiiert. Er stellte 1912 beim Reichsausschuss für Olympische Spiele den Antrag auf die Einführung eines Deutschen Sportabzeichens. Die Idee war Diem bei Studienreisen in Schweden und in den USA durch ähnliche Mehrkampf-Auszeichnungen gekommen. Nach der Pause durch den Zweiten Weltkrieg wurde das Sportabzeichen am 1. April 1952 wieder bundeseinheitlich eingeführt.
